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SUMMARY:Fluchtpunkt Entebbe – Der linke Terrorismus und Israel Buchvorstellung und Lesung mit dem Autor Jan Gerber
DESCRIPTION:Fluchtpunkt Entebbe – Der linke Terrorismus und Israel\nBuchvorstellung und Lesung mit dem Autor Jan Gerber\nFreitag, 26. Juni 2026\n19 Uhr – Rote Flora\nIm Juni 1976 entführte ein deutsch-palästinensisches Terrorkommando eine Passagiermaschine, die von Tel Aviv nach Paris unterwegs war. Sie wurde nach Entebbe in Uganda umgeleitet. Im Verlauf der Entführung trennten die Geiselnehmer:innen ( Geiselnehmer:innen ) – Mitglieder:innen ( Mitglieder:innen ) der Revolutionären Zellen und der Volksfront zur Befreiung Palästinas – jüdische von nicht-jüdischen Passagier:innen ( Passagier:innen ). Als Geiseln behielten sie ausschließlich jüdische Personen. Damit tauschte das Kommando »sozialrevolutionäre Maßstäbe gegen die der Sippenhaft« ein, wie eine selbstkritische Gruppe der Revolutionären Zellen später schrieb.\nZeitgenössische linke Kritik, die über die allgemeine Verurteilung von Flugzeugentführungen hinausging, blieb jedoch aus. Für Empörung sorgte vor allem die israelische Befreiung der Geiseln. In der Entführung nach Entebbe kulminierte einmal mehr die antizionistische Verbalmilitanz, die von der Protestbewegung seit 1967 gepflegt wurde. Zugleich gehört sie zur Vorgeschichte der Begeisterung, mit der ein nicht geringer Teil der globalen Linken auf das antisemitische Massaker vom 7. Oktober 2023 reagierte.\nJan Gerber ist Historiker und Politikwissenschaftler. Er ist Autor mehrerer Bücher über die Geschichte des Antisemitismus und der politischen Linken. In der Edition Tiamat gibt er die Hallischen Jahrbücher und die Reihe »Theorie & Debatte« mit heraus.\nEintritt gegen Spende. Alle Einnahmen dienen der Finanzierung antisemitismuskritischer Veranstaltungen.\n
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