Kategorie

Datum

08 Okt 2019

Uhrzeit

19:00 - 23:00

Kantine3000 »materializing feminism«

Positionierungen zu Ökonomie, Staat und Identität.
Buchvorstellung, Lesung und Gespräch mit den Autorinnen und der Herausgeberin des Buches: Meret Matthes und Friederike Beier.

Wir leben in einer Zeit, in der alle Lebensbereiche vom Kapitalismus durchdrungen sind. Gegen die Zumutungen der kapitalistischen Verwertungslogik wird das eigene Selbst ständig optimiert und individuelle Lösungsstrategien als Freiheit angepriesen. „Einfache“ Freiheitsversprechen werden nicht zuletzt auch in Teilen des Feminismus dargeboten und klingen umso vielversprechender, je weniger die kapitalistischen Strukturen hinterfragt werden. Gleichzeitig nehmen gesellschaftliche Ungleichheitsverhältnisse zu und es sind nach wie vor Frauen, die einen Großteil der Fürsorge leisten und dadurch von liberalen Freiheitsversprechen  ausgeschlossen werden. Vor diesem Hintergrund argumentieren die Herausgeberinnen und Autorinnen von »materializing feminism« für einen materialistischen Feminismus und damit einhergehend für eine kritische Auseinandersetzung mit ökonomischen, gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen und aktuellen Entwicklungen. »materializing feminism« macht feministische Ökonomie- und Gesellschaftskritik sichtbar, setzt sich mit ihren Praxen und Gegenstrategien auseinander und lädt zum Weiterdenken ein.