Ort

Rote Flora
Achidi-John-Platz 1, 20357 Hamburg
Kategorie

Datum

20 Nov 2019

Uhrzeit

19:00 - 23:00

KANTINE3000: Über Sinn und Unsinn linker Militanz

Als Linke wollen wir eine emanzipatorische Alternative zum
kapitalistischen System entwickeln – aber welche Mittel sind angemessen,
um die aktuellen gesellschaftlichen Verhältnisse zu überwinden? Seit dem
G20-Gipfel im Juli 2017 in Hamburg liegen diese Fragen wieder auf dem
Tisch – richtig intensiv wird in der Linken aber nicht darüber
diskutiert und gestritten. Dabei wäre das notwendig!
Während des Gipfels waren es Bilder des Protestes, die die öffentliche
Wirkung des Treffens bestimmt haben. Militante Aktionsformen spielten
dabei eine wichtige Rolle: Brennende Barrikaden und Autos, geplünderte
Geschäfte sowie eine vorübergehende polizeifreie Zone. All diese
Ereignisse haben zu unterschiedlichen politischen Bewertungen in der
radikalen Linken geführt. Waren die Ausschreitungen Vorboten eines
kommenden Aufstandes oder bloß Strohfeuer einer Revolte, die sich in der
bloßen Konfrontation mit der Polizei erschöpft hat?
Als Gruppe, die Teil der Proteste gegen den G20 Gipfel war, wollen auch
wir den kritisch-solidarischen Streit darum führen, welche Strategie die
richtige ist und welche Mittel für welchen Zweck angemessen sind.Wie verhält es sich mit dem revolutionären Subjekt? Was sind heutzutage
realistische Bezugspunkte für revolutionäre Politik? In welchem
gesellschaftlichen Resonanzraum bewegt sich unser grundsätzlicher
Widerspruch zum Kapitalismus? Und wie können wir aus historischen
Niederlagen lernen?
Diese und weitere Fragen möchten wir an diesem Abend im Gespräch mit
euch und Andreas Blechschmidt diskutieren, der sich mit diesen Aspekten
auch in seinem kürzlich erschienenen Buch “Gewalt. Macht. Widerstand”
beschäftigt.

Im Rahmen der KANTINE3000, das monatliche Kulturgedöns der Gruppe für
den organisierten Widerspruch mit Barabend in der Roten Flora – wie
stets mit stilvollen Getränken (Champagner), Essbarem (Kuchen, Muffins,
Canapés) und Bier (Bier).