Erinnern an Süleyman Taşköprü – 25 Jahre nach dem NSU-Mord in Hamburg
Gespräch mit Okan Taşköprü und Caro Keller
Vor 25 Jahren ermordete der NSU in Hamburg-Bahrenfeld Süleyman Taşköprü in seinem Laden. Der Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) war eine rechtsextreme Terrorgruppe in Deutschland, die zwischen 1998 und 2011 zehn Menschen ermordete sowie mehrere Bombenanschläge und Raubüberfälle verübte. Seither kämpfen die Angehörigen der Ermordeten gegen viele Widerstände um Anerkennung, Aufklärung und Konsequenzen. So gibt es bis heute keinen Untersuchungsausschuss in Hamburg. Im Gespräch mit Okan Taşköprü, dem Neffen von Süleyman Taşköprü, und Caro Keller von NSU-Watch werden wir die Hintergründe der Tat beleuchten und die aktuelle Situation erläutern. Gemeinsam wollen wir den langen Kampf der Anerkennung nachzeichnen und die offenen Fragen sowie die Forderungen der Familie aufzeigen Darüber hinaus werden wir eine selbstkritische Perspektive als Antifas in zeitgenössischer Erinnerungspolitik zu rechtem Terror diskutieren. Antifa heißt Erinnern.