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Home Events Diskussion Questioning Narratives on Israel/Palestine

Datum

01 Nov. 2026

Uhrzeit

16:30 - 22:00

Questioning Narratives on Israel/Palestine

In Zeiten tiefgreifender Konflikte, zunehmender Polarisierung und schmerzhafter Spaltung lädt die Gruppe für den organisierten Widerspruch (Grow) gemeinsam mit Palestinians and Jews for Peace (PJFP) zu einem Raum des mutigen Zuhörens und der radikalen Empathie in die Rote Flora ein.
PJFP ist eine Gruppe palästinensischer, israelischer, jüdischer und anderer emanzipatorischer Freund*innen in Solidarität, die sich für einen differenzierten Dialog sowie für einen mitfühlenden und respektvollen Umgang miteinander einsetzen, um bestehende Narrative zu Israel/Palästina zu verändern.
Mitglieder von PJFP] sind auf sehr unterschiedliche Arten diskriminiert bzw. privilegiert, z.B. durch Antisemitismus, Rassismus, Homo- und Transphobie oder den Besitz / nicht-Besitz von Pässen. Diese sich kreuzenden, überlagernden und teilweise vermeintlich gegensätzlichen Formen von Betroffenheit und Nicht-Betroffenheit möchten wir zum Ausgangspunkt einer breiteren Diskussion über Zugehörigkeit, Konflikt und Mitmenschlichkeit machen. Anstatt festgefahrene Positionen oder moralische Gewissheiten zu bestärken, wagt diese Veranstaltung die Auseinandersetzung mit Widersprüchen und Komplexität.
Denn auch und besonders hier in Deutschland werden marginalisierte Positionen gegeneinander ausgespielt, geradezu beispielhaft im Diskurs über Israel/Palästina, der
vielfach mit erschreckend entmenschlichender Sprache geführt wird. Rassistische und
antisemitische Ressentiments werden dadurch weiter salonfähig gemacht, sowohl in
unterschiedlichen Teilen der linken Szene als auch in der Gesellschaft insgesamt. Von dieser Polarisierung und Spaltung profitieren letztlich rechte Kräfte, weswegen ein radikal- empathischer Ansatz aktuell wichtiger ist als je zuvor.
Auch in der Roten Flora und Hamburg insgesamt haben die häufig polarisierenden
Diskussionen seit dem 7. Oktober 2023 ihre Spuren hinterlassen und Verbindungen
gebrochen. Linksradikale Politik ist immer schwieriger geworden. Die Auseinandersetzung um die Situation in der SWANA-Region (Südwest Asien und Nordafrika) ist extrem aufgeladen und häufig gekennzeichnet durch fehlende Empathie für die „andere” Seite, mangelnde Analyse oder gar dem Wunsch nach Feindbestimmung. Die Forderungen nach einer Positionierung innerhalb dieses Konflikts scheint in manchen Teilen der radikalen Linken gerade alles andere zum Nebenwiderspruch zu degradieren. Wer nicht für uns ist, ist gegen uns – eine gemeinsame linke Strategie oder politische Analyse scheint unter diesen
Vorzeichen kaum möglich zu erarbeiten.
Wir als einladende Gruppe (Grow) wollen uns nicht in Grabenkämpfen verlieren, sondern weiter solidarische Beziehungen aufbauen, uns gemeinsam ideologiekritisch auseinander setzen, sowohl antirassistisch als auch antisemitismuskritisch, und dabei sowohl solidarisch Kritik üben, als auch an uns gerichtete Kritik ernst nehmen.
Auf der Bühne sind Mitglieder von Grow und PJFP. Anhand von Fragen, die beide
Gruppen immer wieder gestellt bekommen oder sich selbst stellen, möchten wir zunächst untereinander ins Gespräch kommen. Auf den Plätzen findet ihr Zettel und Stift, über die ihr Fragen stellen bzw. euch beteiligen könnt. Im zweiten Teil der Veranstaltung gehen wir dann auf diese Fragen und Beiträge ein. Die Veranstaltung dauert insgesamt ca. 120 Minuten und ist auf englisch und deutsch. Im Anschluss sind Mitglieder beider Gruppen vor Ort ansprechbar.
Wir verstehen die Veranstaltung als einen Versuch, Solidarität zu schützen und (wieder) ins Gespräch zu kommen.

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