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VON DER SCHANZE NACH HELLERSDORF – SOLIDARITÄT UND KRAFT GEGEN AUTORITÄRE RAUMNAHME, POLITMACKERTUM UND ANTISEMITISMUS!

Am Samstag, 4. Juli 2026, haben Aktivist*innen und Bewohner*innen Räume des AJZ Kita und des Veranstaltungsraums La Casa in Berlin-Hellersdorf besetzt, um damit auf Versuche autoritärer Raumnahme aufmerksam zu machen. Gegen diese Aktion führten linke, antisemitische, nationalistische Akteure eine militante Offensive. In der Nacht mussten sich die im Haus Belagerten zur eigenen Sicherheit zurückziehen.

Die von der Initiative “Reclaim La Casa!” als Anlass für die Besetzungsaktion geschilderten Verhaltensweisen kennen wir – wie auch allzu viele Genoss*innen, Projekte, Zentren, Freiräume in Connewitz, in Oldenburg, in Wrocław, an vielen Orten, in Stadt und Land – leider nur zu gut: rücksichtsloses und kompromissloses Politmackertum; antisemitische, nationalistische, gewaltverherrlichende, oftmals antifeministische Parolen; Bedrohung und Einschüchterung von anderen linken Aktivist*innen bis hin zu gewalttätigen Übergriffen.

Die Angreifer*innen und ihre applaudierenden Kumpan*innen feiern sich als Sieger*innen. Diese Triebabfuhr hat einen hohen Preis. Nach der Belagerung und Erstürmung des AJZ Kita/ La Casa gibt es nur Verlierer*innen. Genoss*innen haben politisch oder auch wortwörtlich ihr Zuhause verloren. Keiner unterdrückten, von den Angreifer*innen ungefragt vereinnahmten Palästinenser*in in Gaza und der Westbank wurde damit geholfen. Neonazijugend, III. Weg und AfD in Marzahn-Hellersdorf lachen sich ins Fäustchen. Ein unabhängiger, linker, antifaschistischer Freiraum wurde gewaltsam erobert. Linke Militanz wurde willkürlich und in ethisch unverantwortbarer Weise gegen andere Linke und deren körperliche Unversehrtheit eingesetzt.

Unsere Solidarität gilt den Genoss*innen der Initiative “Reclaim La Casa!” und ihren Unterstützer*innen, die sich in Berlin dem aggressiven Politmackertum, dem zunehmenden Antisemitismus und den autoritären Entwicklungen in Teilen der Linken entgegenstellen. Bedrohung und Einschüchterung, körperliche Angriffe und bewaffnete Belagerungen haben in linken Strukturen gegenüber linken Strukturen keinen Platz und sind ein Angriff auf jede emanzipatorische, solidarische, antifaschistische Praxis.

Wer in Zeiten rechter Formierung und des autoritären Rollback die Existenz unabhängiger, antifaschistischer, queerer, linker Zentren und Freiräume aufs Spiel setzt, hat sich zu erklären. Wer pauschal antisemitismuskritische oder israelsolidarische Positionen mit Drohungen und Gewalt aus linken Räumen verdrängen will, handelt nicht im Sinne von Pluralismus und Befreiung, sondern reproduziert autoritäre und reaktionäre Verhältnisse.

Wir stehen an der Seite aller, die sich diesem Druck widersetzen und für linke Räume kämpfen, in denen Antisemitismus, Nationalismus und jede Form des Mackertums und der politischen Einschüchterung keinen Platz haben.

Solidarität, Liebe, Kraft den Genoss*innen in Marzahn-Hellersdorf! Those who march with authoritarians will never arrive in a liberated society! Reclaim La Casa!

Plenum der Roten Flora am 8. Juli 2026

Erklärungen und Blog Reclaim la Casa:

https://reclaimlacasa.wordpress.com/!

Rote Flora
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